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Sterilisation beim Mann: eine langfristige Verhütungsmethode

Abgeschlossene Familienplanung - Kein Kinderwunsch

Den Wunsch nach einer langfristigen und sicheren Verhütungsmethode kann oft eine Vasoresektion /Vasektomie erfüllen. Die Vasektomie hat zur Folge, dass ein Mann unfruchtbar, d.h. sterilisiert ist. Es gibt weltweit ungefähr 40 bis 60 Millionen Männer, die sich einer solchen Operation unterzogen haben. In wenigen Fällen führt eine urologische Erkrankung dazu, dass sich ein Mann sterilisieren lässt. Weit häufiger ist aber, dass sich ein Mann bzw. ein Paar für eine Vasektomie entscheidet, weil kein Kinderwunsch besteht oder die Planung einer Familie bereits abgeschlossen ist. Es gibt bekanntermaßen verschiedene Möglichkeiten einer Schwangerschaft vorzubeugen. Einige davon, wie z.B. die Pille, können allerdings die Partnerin belasten. Da eine Sterilisation einen Pearl Index von 0,1 hat (der Wert der Pille liegt bei 0,1 bis 0,9) ist diese Methode eine der sichersten.

Mit der Sicherheit kommt aber auch eine gewisse Endgültigkeit. Wer sich einer Vasektomie unterzieht, sollte dies mit der Einstellung tun definitiv niemals mehr Kinder bekommen zu wollen. Insofern sollte sich ein Mann im Vorfeld genau überlegen, ob dieser Schritt für ihn der richtige ist und sich selbst deutlich machen, welche Konsequenzen daraus entstehen. Beim Treffen der Entscheidung sollte ggf. die Partnerin miteinbezogen werden. Ein Beratungsgespräch mit einem qualifizierten Urologen kann hier behilflich sein. Das Gespräch mit dem Facharzt ist außerdem zur Aufklärung nützlich und um offene Fragen zu klären.

Gesetzt den Fall, dass die Entscheidung für den Eingriff gefällt wurde, kann ein Termin vereinbart werden. Zur Vorbereitung gibt es lediglich zu beachten, dass sich der Patient im Genitalbereich vollständig rasieren sollte. Anzumerken ist, dass eine Vasoresektion ein kleiner operativer Eingriff ist, der in der Regel ambulant durchgeführt wird und als risikoarm gilt.


Der Patient wird also nur lokal am Hoden betäubt, indem eine Flüssigkeit zur Betäubung injiziert wird. Der Operateur muss nun die Haut öffnen, um die Samenleiter freizulegen, die gekappt werden sollen. Dafür gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. In Deutschland wird zumeist die klassische Methode oder die No-Scalpel-Vasektomie (NSV) angewandt. Von allen möglichen Varianten hat sich bislang keine als gänzlich überlegen erwiesen. Der Urologe Dr. med. Stefan Pelz arbeitet in der Urologischen Abteilung in Achim mit der klassischen Technik, die auch konventionelle Methode oder Ligaturtechnik genannt wird. Diese Techniken beschreiben im Wesentlichen die Art und Weise des Zugangs zu den Samenleitern. Mit der konventionellen Methode öffnet der Arzt die Haut am Hoden mithilfe eines Skalpells. Es ist nur ein kleiner Schnitt nötig, um danach die Samenleiter ein kleines Stückchen herausziehen zu können. Auf beiden Seiten der Hoden befindet sich jeweils ein Samenleiter. Beide werden durchtrennt und meist werden zwei bis drei Zentimeter abgeschnitten. Dieses Gewebe wird oftmals in ein Labor gegeben. Während der Operation werden die durch das Durchtrennen entstandenen Enden der Samenleiter verschlossen – meist durch Abbinden oder Veröden – sodass sie nicht mehr zusammenwachsen können bzw. das Risiko hierfür minimiert wird. Die Haut wird nun mit wenigen Stichen wieder zusammengenäht.

Der Patient kann die Klinik oder die Praxis nach dem Eingriff direkt wieder verlassen. Es ist allerdings ratsam, sich abholen zu lassen, da die Narkose noch andauern kann. Zuhause empfiehlt es sich mehrere Tage zu ruhen und jegliche körperliche Aktivität zu vermeiden, damit die Wundheilung unproblematisch vonstattengehen kann. Nach durchschnittlich zwei bis drei Monaten gibt es eine Ejakulatkontrolle. Es wird bei dieser Nachuntersuchung ein Spermiogramm erstellt, mithilfe dessen überprüft wird, ob sich noch Spermien in der Samenflüssigkeit befinden. Ist dies der Fall, wird mit einem zeitlichen Abstand von einigen Wochen eine zweite Kontrolle durchgeführt. Im Normalfall sollten sich spätestens dann keine Samenzellen mehr im Ejakulat befinden, in welchem Fall die Vasektomie abgeschlossen ist und der Patient zeugungsunfähig. Es ist zu beachten, dass erst ab diesem Zeitpunkt auf weitere Verhütungsmittel verzichtet werden kann.

Vasektomie-experten.de: ein Netzwerk mit kompetenten Urologen

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Es stehen für Vasektomie-Interessierte zunächst viele Fragen im Raum: welcher Urologe ist geeignet? Wie läuft der Eingriff ab? Auf dem Informationsportal vasektomie-experten.de erhält man Antworten auf diese grundlegenden Fragen. Es dient deshalb als seriöse Informationsquelle im Vorfeld eines persönlichen Beratungsgesprächs mit einem qualifizierten Urologen. Vasektomie-Experten wie Dr. med. Stefan Pelz am Standort Achim sind Mitglieder des Netzwerkes und werden darüber im Detail vorgestellt. Man kann sich auf diese Weise ein Bild machen und leichter entscheiden, ob ein Arzt den eigenen Ansprüchen entspricht. In Deutschland gibt es bereits zahlreiche Standorte für ausgewählte Urologen und das Netzwerk wird stetig erweitert. Weitere Netzwerkpartner finden Sie unter: www.vasektomie-experten.de

Anbei einige Standorte:

>> Standort in Hannover: Infos zu Dr. Matz
>> Standort in Mainz: Infos zu Dr. Adam und Hartmut Krüger
>> Standort in Mönchengladbach: Infos zu zenturo (6 Urologen)
>> Standort in Bochum: Infos zu Dr. Peters und Dr. Schröter